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Sudmerberg: Von der
Siedlung zum Stadtteil
Urgeschichte der Sudmerberger
Die Keimzelle der heutigen Stadt Goslar waren die drei Dörfer
Bargdorp oder auch Bergdorf am Fuße des Rammelsberges, Warsleb
am Fuß des Steinberges und Sutburg (oder auch Sudesburg, Sudborch,
Sutbourch, Sudeborch, Suetburch, Sudburch, Sudborh ) am Fuße
des Sudmerberges ( oder auch montis dicti Sutberch, montem
Sutborch, Sudborchlingeberge, Sutborgereberch, Sudburger berge,
Montis Sudberg, Suthmar Berg ).
Diese Aufzählung der Namen bzw. Schreibweisen für diesen
Berg in den letzten 10 Jahrhunderten als 'Aussichtsposten
über Goslarer Geschichte und Geschichten' ist keineswegs vollständig.
Der Berg lag Jahrhunderte im Schnittpunkt bedeutender Feldzüge
und war stets 'Vorposten' für die Goslarer Verteidigungspolitik
gegen feindliche Angriffe, insbesondere der Braunschweiger
Herzöge.
Die Orte Sudburg und Reindertingerode werden nach 1064 nur
noch als Wüstungen ( aufgegebene und verfallende Wohnplätze
) beschrieben. Heute werden sie von unseren Nachbarn in Oker
als Keimzellen ihres Stadtteils in Anspruch genommen, wofür
auch ihre Lage am südöstlichen Teil des Sudmerberges spräche.
Die in Fotos und auf Video festgehaltenen Thesen der an der
Heimatgeschichte interessierten 'Hobbygeologen und - filmer'
werden hoffentlich eines Tages auf Gehör von Sponsoren stoßen,
die es ermöglichen, nach den Spuren der Sudburg und der dort
vorhanden gewesenen Kirche zu graben, um die Geschichte der
geheimnisumwobenen Sudburg aufzuhellen.
Am Südabhang des Sudmerberges befinden sich in der oberen
Felsschicht die Zwerghöhlen. Nach der Sage trieb vor uralter
Zeit hier ein munteres Volk von Zwergen sein Wesen. Doch als
zur Zeit Heinrich I. eine Stadt am Fuße des Berges entstand,
der Boden vom Stampfen der Pferde, der Ritter und Reisenden
erdröhnte und die Waffen klirrten, da zog sich das Zwergvolk
in die einsamen Harzberge zurück.
1877 wurde eine dieser Höhlen von Prof. Nehring nach Knochen
vorgeschichtlicher Tiere, wie sie Prof. Ulrich in dem westlichen
Steinbruch schon früher gefunden hatte, untersucht. Es fanden
sich jedoch nur solche der heutigen Tierwelt. Die in verschiedenen
Tiefen aufgefundenen Feuerstellen und Topfscherben deuten
jedoch darauf hin, daß die Höhlen wiederholt von Menschen
bewohnt gewesen sind.
1933/34 ist bei Ausgrabungen (Dr. Becker) ein Dolchscheidenbeschlag
in Gestalt eines stilisierten Hirsches gefunden worden, der
aus dem 11. Jahrhundert stammen soll und noch im Goslarer
Museum zu sehen ist.
Noch viel älter sind die Funde an der Ostseite des Steinbruches
aus dem Jahr 1952. Die hier entdeckten Kleinsäugerreste und
Landschnecken werden einer Zeit vor 120 bis 430.000 Jahren
zugeordnet.
Die Gründerzeit
Im April 1935 beschloß der Rat der Stadt Goslar den Bebauungsplan
für den Stadtteil Sudmerberg. Oberbürgermeister Droste erwies
sich in Zeiten höchster Arbeitslosigkeit als Helfer in der
Not durch zusätzliche Arbeitsprogramme und durch den Bau von
Siedlungen für Berg- und Hüttenleute, Chemiearbeiter, Bleilöter,
Glasmacher und Waldarbeiter am Sudmerberg und an anderen Stellen
Goslars, wie z.B. am Fillerbrunnen.
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Im Hintergrund die Schwickertsche Obstbaumplantage |
Im April 1936 wurde die Goslarer Wohnungsbaugesellschaft
mbH - die spätere Goslarer Wohnstättengesellschaft mbH - gegründet,
die viele Bauvorhaben in Sudmerberg ausführte ( der erste
Spatenstich erfolgte im Mai 1936 ) und die Siedlerstellen
vergab. Die Feier zum ersten Spatenstich hatte allerdings
mehr symbolischen Charakter, da zu diesem Zeitpunkt noch niemand
wußte, wie diese Häuser aussehen sollten und schon gar nicht,
wer sie einmal bewohnen sollte.
Am 17. Juli 1936 trafen sich die ersten 56 Siedler um 1700
Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses, um die ersten Siedlerstellen
auszulosen. Vorzulegen hatten die künftigen Siedler ein ärztliches
Gesundheitszeugnis. Für die "Untersuchung der Familie zwecks
Siedlung" berechnete der Arzt immerhin 5,-- R M.
Die Siedler waren vom Bauamt der Stadt - zum Teil auf Vorschlag
der Betriebe - ausgewählt worden - insbesondere von den Unterharzer
Berg- und Hüttenwerken, der späteren Preußag AG Metall, die
auch die erforderlichen 1.200,-- RM in Form eines Darlehens
für ihre Mitarbeiter als Eigenkapital beigebracht hatte. Einige
Siedler hatten ihre Kriegsschadenrente kapitalisieren lassen,
die übrigen hatten die 1.200,-- RM "irgendwie zusammengebracht",
wie Chronist Fritz Brinkmann bei seinen Vorträgen stets ausführte.
Vorher hatte im Museum in der Königstraße eine Modellausstellung
stattgefunden. Drei Haustypen standen zur Auswahl. Fast alle
Siedler hatten sich für Typ M entschieden. Die übrigen übernahmen
später zwangsläufig diesen Typ, weil der Bau der anderen Modelle
sich verzögert hätte. So kommt es, daß letztlich alle Siedlerhäuser
den gleichen - auch finanziell günstigen - Zuschnitt aufweisen.
Nach der Verlosung pilgerten die Siedler zum Sudmerberg.
Schließlich fand jeder seinen Platz und begann den Boden abzutragen.
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Die ersten Siedlerstellen im Birkenweg |
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Haus-Grundrisse, Bauzeichnung vom April 1936 |
Der Baugrund kostete seinerzeit 0,50 RM pro Quadratmeter.
In dem Vertrag mit der Goslarer Wohnungsbaugesellschaft mbH
verpflichteten sich die Siedler u.a. "zur Durchführung der
Selbst- und Nachbarhilfe bei der Errichtung von Siedlerstellen
mitzuarbeiten, Geländeaufschließungsarbeiten und Wegebau zu
verrichten..." - aber ein Anspruch auf Lohn entstand dadurch
nicht. Für Zinsen und Tilgung waren 26,60 RM zu entrichten.
Mit dem Vertrag übernahm der Siedler auch die Aufgabe, die
Zwischenwände aus Holz für Stallbuchten, einschließlich Türen
und Futtertrogklappen sowie Futtertrog und eine Leiter zum
Stallboden herzustellen.
Baupläne
Jedem Siedler wurde für sein Grundstück ein verbindlicher
Bepflanzungsplan vorgegeben. So bekam jeder unter anderem
einen kleinen Walnußbaum, den er zu pflanzen hatte. Die Einheimischen
sahen im Hinblick auf die angespannte politische Lage und
die Kriegsgefahr in dieser Gabe den Grund dafür darin, daß
Walnußholz sich besonders gut für Gewehrkolben eigne.
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Blick vom Wasserturm auf den Eschenweg |
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Eschenweg |
Gartenplan
Mit dem Bau der ersten Siedlerhäuser - den Siedlerstellen
Monecke und Zorrmann - (jetzt Eschenweg 7 und 9) wurde im
April 1936 begonnen, bereits im Winter 1936 wurden die ersten
Häuser am damaligen Birkenweg ( jetzt Eschenweg ) bezogen.
Im Rahmen der ersten offiziellen "Bezugsaktion" nahmen am
12.12.36 21 Familien ihre "Volkswohnungen" in Besitz.
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Matschige Wege am Nußanger |
Über die Sudmerbergsiedlung, damals noch "Tochterdorf" genannt,
schrieb die Goslarsche Zeitung: "Von ganz besonderer Bedeutung
ist für Goslar ein Plan, an der Vienenburger Straße unter
dem Sudmerberg eine dorfähnliche Siedlung anzulegen, worin
nicht nur ein bestimmter Siedlertyp wohnen, sondern eine Gemischtsiedlung
entstehen soll. Ganz besonderer Wert ist darauf gelegt, einen
vorteilhaften Kleinsiedlungstyp zu schaffen, der durch die
Gliederung von Stallung und Wohnung unter einem Dach eine
Art Wiedergeburt eines niedersächsischen Hauses bringen wird".
Später wird dieser neue 'Typ eines Siedlungshauses' selbst
Busse mit Japanern anlocken, die mit Interesse diesen neuen
Haustyp vor Ort studieren möchten.
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Ein "Ständchen" am Nußanger |
Die städtebauliche Absicht ist in den Entwürfen so dargestellt:
"Es werden am Markt Häuser für Bäcker, Fleischer, Kaufmann
und Handwerker entstehen. In Verbindung mit einer Gaststätte
ist Poststelle und Gemeindesaal geplant, gegenüber auf der
anderen Seite ist ein Bauplatz für eine Volksschule vorgesehen."
Während der Bauphase des ersten Bauabschnittes mußte das
für den Bau benötigte Wasser von einem Behälter, der an der
damals höchsten Stelle der Siedlung - an den Kastanien - stand
geholt werden. Wasserleitungen wurden erst kurz vor dem Einzug
in die Siedlerhäuser erstellt.
Zum Bebauungsplan wird weiter ausgeführt: "Die Anlage einer
Kanalisation ist für solche Siedlungen nicht zweckmäßig. Die
Größe der Parzellen, die Aufnahmefähigkeit des Bodens und
die reichliche Verregnung des Geländes gewährleisten die Unterbringung
des abfälligen Gebrauchswassers auf den Grundstücken. Hier
kann es zur Ertragssteigerung des Bodens verwandt werden."
Das es doch nicht ohne Kanalisation geht, haben die späteren
Jahre gezeigt.
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Eschenweg |
Die Bebauung setzte sich fort mit den Mietwohnungen am Nußanger
- von den Einheimischen rasch als "D-Zug" bezeichnet. Am Markt
entstand die Bäckerei und das Kolonialwarengeschäft. Jahrzehnte
später wird öffentlich der Gedanke diskutiert, den "D-Zug"
wegen seiner Einmaligkeit unter Denkmalschutz zu stellen.
Die Hauseigentümer sind dankbar dafür, daß im Hinblick auf
unabsehbare finanzielle Folgen sich dieser Gedanke dann wieder
zerschlagen hat, bezeichnend war er allemal.
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Der verschneite "D-Zug" im Februar 1996 |
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Der Bürgersteig am Eschenweg verschwand später wieder |
Die GZ berichtete am 30. April 1937: "Heute ist für die Siedlung
draußen am Hange des Sudmerberges ein denkwürdiger Tag, heute
ist nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes des großen
für 2000 Volksgenossen Heim und Scholle gebenden Wohnungsbauprojektes
der Stadt Goslar die Eröffnung der ersten bewohnten Strasse.
Der Birkenweg ist heute von Fahnen überweht und geschmückt
zum Gruße derer, die dort in der immer traulicher und wohnlicher
werdenden Straße ihre neue Heimat fanden und auf eigener Scholle
seßhaft wurden".
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Blick vom Sdmerberg auf Eschenweg und Ahornweg |
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Sudmerbergstraße |
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Ahornweg - Nußanger |
Die Häuser waren bezugsfertig. Welche Bedeutung besaß jedoch
eine derartige Feststellung, denn Straßen und Wege waren nicht
vorhanden. Es gab rundherum nur Matsch. Der Möbelwagen blieb
auf der Vienenburger Straße stehen. Auf Brettern balancierend
wurden die Möbel in die neuen Wohnungen geschleppt. Dazu eine
leidgeprüfte Siedlerin: " 8 Jahre sind wir nun verheiratet.
Du warst immer gut zu mir. Aber daß Du mich hierhin gebracht
hast, vergesse ich Dir nie." Und nach einer Pause und vielen
Tränen versöhnte sich sich wieder mit ihrem Siedlergatten:
"Ja, es war furchtbar, aber schließlich haben wir es doch
geschafft."
Am 1.11.1937 wurden die Mietwohnungen am Ahornweg bezogen,
es folgten Siedlerstellen und Mietwohnungen in der Sudmerbergstraße.
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Einweihung mit "Stadtvätern" und der "Goslarer Wohnstätten" |
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Winter in der Sudmerbergstraße (1996) |
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Richtfest 1939 |
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Das Vermessungsteam der "Wohnstätten" |
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Die Gaststätte "Sudburg" im Hintergrund |
Die ersten Schritte zur Gründung der Siedlergemeinschaft
Sudmerberg wurden bereits am 22.09.1934 unternommen, die Gründung
erfolgte 1936. Die Siedler wurden zu einer Schulungsveranstaltung
der Siedlergemeinschaft am Sudmerberg in das "Haus der deutschen
Arbeit" in der Bergstraße 6 eingeladen. Originaltext der Einladung:
"Erscheinen aller Siedler und Siedlerfrauen ist Pflicht. Die
anliegende Beitrittserklärung ist zu vollziehen und am Sonnabend
dem Kreisgruppenleiter abzugeben." - So "einfach" war damals
eine Vereinsgründung.
Richtig in Schwung kam die Siedlergemeinschaft aber erst
im Laufe des Jahres 1937. Die Gemeinschaft bot Hilfestellung
beim Bau der Eigenheime und bei Behördengängen, Schulungen
im Gartenbau, vor allem aber auch besonders nach Ende des
Zweiten Weltkrieges Hilfestellung in allen Lebenslagen - unabdingbare
Voraussetzung für das Zusammenleben in der Gemeinschaft bzw.
für das Überleben jedes Einzelnen in dieser Zeit. Zünftige
Bratwurstessen in der "Krone" und bei "Redmann" blieben den
Gründungsmitgliedern von einst in guter Erinnerung.
Immer wieder hat die Siedlergemeinschaft auch später in Ihrem
Mitteilungsblatt "Die Sudmerberger Warte" geraten: "Gehen
Sie ruhig vorher zum Bauamt. Besser man zankt sich vorher
ein bißchen, als daß man sich hinterher prügelt". Prügeleien
gab es wohl nicht, aber mancher "Schwarzbau" mußte später
wieder abgerissen werden.
Erster Gemeinschaftsleiter in dieser Zeit wurde Heinrich
Wienrich, Kassierer der inzwischen legendäre Robert Lämmerhold,
der als langjähriges Vorstandsmitglied und Vorsteher die Siedlergemeinschaft
und die Siedlung mit prägte. Gartenschulungswart war Fritz
Brinkmann.
Schon 1938 wurde die gerade in Schwung gekommene Bautätigkeit
durch Kontingentierung von Baumaterial u.ä. stark eingeschränkt.
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Amerikan. Truppen haben "Im Schleeke" Stellung bezogen |
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Verkaufsstelle Schlachterei Koch über dem "Splittergraben" |
1938/39 entstand an der Straße 'An den Kastanien' das Lokal
'Sudburg'. Der Name ist der historischen Sudburg entliehen,
die einst auf der anderen Seite des Sudmerberges lag. Die
'Kneipe' wurde von Hermann Mund bis 1959 betrieben. Sie war
das Zentrum des Siedlungslebens. Hier fanden alle Feste, Vereinsjubiläen,
Jahreshauptversammlungen, aber auch schon private Feiern statt.
Sie war nicht nur die Urzelle des Schützenvereins Sudmerberg,
dort befand sich nach dem Krieg auch die erste Lottoannahmestelle
in Sudmerberg.
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Siedlerfest 1947 |
Bis zum Oktober 1940 entstanden trotz kriegsbedingter Einschränkungen
und eines eigentlich existierenden Bauverbotes weitere 53
Wohnungen am Ginsterbusch.
In den 40iger Jahren brachte die Firma Sültzemeyer mit einem
Bus die Sudmerberger Kinder zu den Goslarer Schulen in der
Innenstadt. Dort besuchten sie die Goetheschule und die Hans-Schemm-Schule
( genannt nach dem nationalsozialistischen Minister für Schule
und Kultur ), die später wieder Schillerschule hieß. Das damalige
Schulgebäude mußte dem heutigen C & A Neubau weichen.
Auch die Kleinsiedlerstellen am Heckenweg und Haselbusch
konnten noch bis zum 15.10.1943 fertiggestellt werden, bevor
die Kriegswirren und -bewirtschaftungen dem Baugeschehen für
Siedlungszwecke ein vorläufiges Ende bereiteten.
Die letzte Hürde vor dem endgültigen Besitz der Siedlerstellen
konnten die Siedler erst am 26.11.1943 nehmen. An diesem Tag
wurde der "Kauf- und Überreichungsvertrag" beim Amtsgericht
Goslar geschlossen und die Siedlerstelle auf den Namen der
neuen Eigentümer im Grundbuch eingetragen. Nach dem Siedlervertrag
sollte nach Ablauf von 3 Jahren der Bewährung die Siedlerwürdigkeit
festgestellt und die Siedlerstelle als Eigentum des Siedlers
eingetragen werden. An der Verzögerung war aber nicht allein
der Krieg schuld, sondern auch die Goslarer Wohnungsbaugesellschaft,
die sich als Trägergesellschaft "an das Verwalten klammerte,
wobei unser Träger der weitaus Anständigste in unserer Umgebung
war", wie Fritz Brinkmann in seiner Rede zum 25. Jubiläum
der Siedlergemeinschaft feststellte.
Mit fortschreitender Kriegszeit nahm die Angst vor feindlichen
Luftangriffen zu. Auch die noch relativ friedliche Siedlung
hatte bei Dunkelheit und bei Fliegeralarm die Häuser "abzudunkeln".
Diese Pflichten wurden streng überwacht. Die Aufgabe des Luftschutzwartes
(Untergruppe 18) in der Siedlung war Ludwig "Ludchen" Breitung
übertragen worden, der sich bei der Überprüfung auch der Hilfe
seines noch nicht im "wehrfähigen" Alter befindlichen jüngsten
Sohnes, des "Langen", bediente.
Was heute als Anekdote oft noch Heiterkeit auslöst, machte
"der Lange" auf seine Weise wahr. Wer bei feindlichem Fliegeralarm
nach Aufforderung nicht rechtzeitig das Licht gelöscht hatte,
für den erledigte "der Lange" das mit Zwille und Krampe nachhaltig
und endgültig.
Die Luftschutzsirene, ein handbetriebenes transportables
Gerät, war im Birkenweg 28 stationiert, bedient von der Siedlerfamilie
Bormann.
Bisher hatte der Krieg, abgesehen von den persönlichen Schicksalen
im Familienkreis, für den Raum der Sudmerbergsiedlung weitgehend
in den bedrohlich wirken-den Kondensstreifen der alliierten
Bomberverbände und den weit sichtbaren Rauchsäulen der nach
einem Überraschungsangriff amerikanischer Tiefflieger vernichteten
deutschen und italienischen Kampfmaschinen am 24.08.44 auf
dem Fliegerhorst bestanden. Jetzt erreichte er auch die Sudmerbergsiedlung.
Am 22.02.1945 bombardierten Flugzeuge die Firma Borchers
( jetzt H.C. Stark ), das Hüttengelände in Oker und den Bahnhof
Oker. An diesem Tag starben mindestens 18 Menschen. Schutz
vor derartigen Gefahren wie auch bei gelegentlichen Tieffliegerangriffen
fanden die Sudmerberger in diesen Tagen in dem inzwischen
zugebauten Luftschutzbunker am Ende des Eichenkampes.
Nach der Übergabe der Stadt Goslar an die amerikanischen
Truppen und deren Weitermarsch in Richtung Bad Harzburg und
ins Okertal kam es am 10.04.1945 zu einem ernsthaften Zwischenfall,
als die "Im Schleeke" fahrende Kolonne vom Sudmerberg aus
beschossen wurde. Einige MG-Salven, abgegeben auf der Höhe
der "Saubrücke", entmutigten das letzte Aufgebot auf dem Sudmerberg
noch nicht. Nachdem amerikanische Panzer und Artelleriegeschütze
vom alten Sportplatz an der Galgheitstraße und vom Anger der
Goslarschen Straße das Feuer auf den Sudmerberg erwiderten,
war auch dieser Spuk zu Ende.
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Bis 1953 trieb Rudi Hesse... |
Kurze Zeit später - am 01.05.1945 - starben 5 Kinder bei einer
Explosion im Sudmerberger Steinbruch. Sie standen vor der
- von wem auch immer - aufgebrochenen Eisentür der Pulverkammer
des Steinbruches, als einige Spielkameraden Lunten gelegt
hatten und zündelten. Die fünf hatten keine Chance.
Bei Kriegsende war jede, auch die private Bautätigkeit zum
Erliegen gekommen. Nur diejenigen, die Zugang zur Zigarettenwährung
hatten, konnten noch etwas bewegen.
Die Nachkriegszeit
Am 01.06.1946 erhielt die Sudmerbergsiedlung ihre Gemeindeschwester,
die Diakonieschwester Käthe Blauert aus dem Diakoniemutterhaus
Stettin-Finkenwalde in Bad Harzburg.
Da durch die Kriegszeit ein Kirchenbau nicht möglich war
und ohnehin bei den damaligen Machthabern keinen Stellenwert
besaß, war Sudmerberg noch ohne eigene Kirche. Die Sudmerberger
Gläubigen besuchten die Stephani-Kirche in Goslar. In der
Frühzeit der Sudmerbergsiedlung entstand das böse Gerücht,
daß die Goslarer Unterstädter die Fensterläden zumachten,
wenn die Sudmerberger anrückten.
Am Himmelfahrtstag 1946 hielt Pastor Udo Janßen den ersten
Gottesdienst unter freien Himmel auf dem Sudmerberg.
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...die größte Ziegenherde der Stadt... |
Auf den Mauern des Luftschutzdeckungsgrabens, des sogenannten
Splittergrabens entstand nun die bereits seit Beginn der Bautätigkeit
in Sudmerberg geplante Schlachterei, etwas später daneben
auch eine zweite Bäckerei. Den Teig rührten die Sudmerbergerinnen
zu Hause an. Backen konnten sie ihren Kuchen bei Bäcker Meyer
nachts. Die Backzeiten wurden zugeteilt und so fand sich manch
eine Sudmerberger Hausfrau um 21.30 Uhr oder später in der
Meyerschen Backstube vor dem Backofen ein.
In der Nachkriegszeit wurden die ehemaligen Gräben verpachtet
und dienten zur Haltung von Kaninchen, die im von Brotkarten
und damit von Zuteilungen gekennzeichneten Ernährungsplan
eine besondere Rolle spielten. So lud Bauer Deike aus Vienenburg
zu einem Tanzvergnügen in der Okeraner "Hohen Rast". Besonders
angekündigte kulinarische Köstlichkeit zu diesem Fest: "Gebratenes
Kaninchen".
Zu den problematischen Aufgaben der Siedlergemeinschaft gehörte
in dieser Zeit die schwierige Beschaffung von Winterkartoffeln.
320 Zentner Gartenkartoffeln wurden zugeteilt und konnten
verteilt werden. Die Beschaffung von ausreichenden Mengen
Karbolineum zum Streichen der hölzernen Giebelbeschläge der
Siedlerhäuser war kaum möglich, wurde jedoch für 1947 angebahnt.
Zur Schädlingsbekämpfung wurden zwei Obstbaumspritzen beschafft.
Zum "Bäume schneiden" verteilten sich Siedlerfreunde straßenweise,
um vor Ort zu schulen.
Am 10.02.1946 traf sich die Siedlergemeinschaft Sudmerberg
zur Wahl eines neuen Vorstandes in der Schillerschule. Aus
dieser Wahl gingen Albert Zorrmann als 1. Vorsitzender, Robert
Lämmerhold als 2. Vorsitzender, Richard Sommerfeld als Kassierer
und Fritz Brinkmann als Schriftführer hervor. Alwin Weiß und
Walter Hahn wurden Beisitzer, Ewald Kornhardt und Hermann
Schwerthelm Revisoren, heute schlicht und einfach Kassenprüfer
genannt.
Es bestand auch eine Kommission zur Landverteilung, der Ernst
Klingemann, Albert Playa und Ewald Kornhardt angehörten. Die
Siedlergemeinschaft hatte zu dieser Zeit nach 29 Neuanmeldungen
187 Mitglieder und 3 Förderer. Der von der Siedlergemeinschaft
tatsächlich vertretene Personenkreis war jedoch ungleich höher,
weil die Mitgliedschaft an das Grundstück gebunden war und
in dieser Zeit die Häuser von viel mehr Personen bewohnt wurden
als heute.
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...auf die saftigen Wieden des Sudmerberges |
Wo heute in den schmucken Siedlerhäusern meist Kinderzimmer,
Küche oder Bad nachträglich eingebaut sind, befand sich ursprünglich
die Waschküche und gegenüber zum Hof hin der Schweine- oder
Ziegenstall. Insgesamt 300 Ziegen - und damit die größte Ziegenherde
der Stadt - versorgten die Siedler mit Milch. Von 1947 bis
1949 trieb S. Riesen und anschließend bis 1953 Rudi Hesse
die Ziegen auf die saftigen Wiesen auf dem Kamm des Sudmerberges.
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Die Stadtväter beim Richtfest... |
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...in der Sudmerbergstraße. |
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Als Sudmerberg noch... |
Milch wurde selbst gebuttert. Da nicht jeder sich eine Butterzentrifuge
leisten konnte, wurde diese gemeinsam beschafft und betrieben.
So wurde z.B. für den oberen Birkenweg bei Breitungs (Eschenweg
35) und für den unteren Birkenweg bei Borchers (Eschenweg
4) gebuttert.
Obwohl für Reichsmark weder Arbeitskräfte noch Material zu
haben waren, begann der erste Wohnungsneubau. Improvisation
war alles. Im wesentlichen in Selbsthilfe wurde mit der Errichtung
von einigen Eigenheimen und mit dem Ausbau von 19 Dachgeschoßwohnungen
begonnen.
Die Verhältnisse änderten sich quasi über Nacht mit dem neuen
Geld nach der Währungsreform ( 20.06.1948). Die Stadt und
das Land stellten Mittel für den Wohnungsbau zur Verfügung,
es entstanden allein in Sudmerberg 35 Wohneinheiten an der
Sudmerbergstraße und am Erlenweg.
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das "Stieftochterdorf" war,... |
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...versanken die Sudmerberg noch im Schmutz und Schlamm... |
Für die von Beginn der Besiedelung an geplante Sudmerbergschule
wurde der Grundstein gelegt. Dr. Kotzorek eröffnete am Erlenweg
die erste Praxis in der Siedlung.
Die Siedlung Sudmerberg hatte in ihrer kurzen Geschichte
schon viele Kosenamen erhalten, so z.B. "Negersiedlung" und
"Stieftochterdorf".
"Negersiedlung" deshalb, weil die Straßen in der Siedlung
noch nicht befestigt waren und die Siedlerinnen und Siedler
bei entsprechenden Witterungsverhältnissen entweder mit verschmutzten
Schuhen oder gar barfuß in die Stadt gehen mußten. Dort wurden
sie dann oftmals mit der Bemerkung "die dort aus der Negersiedlung"
empfangen.
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...und liefen barfuß, wenn es... |
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...anders nicht mehr möglich war! |
Ging es am Wochenende zum Tanz in die Stadt, wurde das Schuhwerk
"an der Stadtgrenze" gewechselt, die schmucken Tanzschuhe
angezogen und die schmutzigen Treter in den Büschen versteckt.
Gar zu oft wurden den Mädchen aus Schabernack die Schuhe versteckt,
damit diese den Heimweg dann wieder barfuß antreten sollten.
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Die Sudmerbergschule entstand 1949 |
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Einweihung der Wohnstätten-Gebäude am Pappelweg 1950 |
Der Begriff "Stieftochterdorf" entstand aus dem Gefühl der
Siedler heraus, daß die Siedlung zu dieser Zeit nicht die
jüngste Tochter der alten Dame Stadt Goslar war, sondern deren
Stieftochter. Keine Kanalisation, keine Straßenbefestigung,
keine Verkabelung der elektrischen Leitungen, keine Straßenbeleuchtung
usw.. Darüber hinaus sorgte das Bauamt der Stadt für Verdruß,
da dieses nicht genehmigen wollte, was die Siedler für nötig
hielten. Es war auch nicht einzusehen, warum unbedingt nur
Sprossenfenster eingebaut werden durften oder der Giebel dunkel
gestrichen bleiben und nicht hell beschlagen werden durfte.
Heute hat sich die Stieftochter gemausert. Ein letzter Punkt,
in dem die Sudmerberger in Anlehnung an ihr Wahrzeichen -
die Sudmerberger Warte - der Stadt den Vorwurf des "Sudmerberger
- warte" machen mußten, war der Streit um die Befestigung
der sogenannten Wirtschaftswege. Dieses Problem wurde in den
letzten Jahren endlich aufgegriffen und hat, wenn nicht wieder
etwas dazwischen kommt, in zwei Jahren endgültig "historische
Bedeutung".
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Die Befestigung der Wirtschaftswege steht unmittelbar bevor! |
1950 gründeten W. Schwerthelm, H. Mundt, F. Krähe, P. Schulze,
A. Michel und F. Ulinsky den Schießclub Sudmerberg, der sich
1954 in "Schießverein Sudmerberg" umbenannte und erst seit
1964 seinen endgültigen Namen "Schützenverein Goslar - Sudmerberg"
führt. Das erste "Schießlokal" war die Sudburg - hier wurde
Bier noch aus dem Schützenhut getrunken -, der Vereinsbeitrag
lag bei 0,50 DM pro Monat.
Am 03.08.1950 nahmen 504 bislang in der Goethe- und der Schillerschule
beschulte Kinder Besitz von der neuen Sudmerbergschule, die
der erste Schulneubau nach dem Krieg im gesamten Verwaltungsbezirk
Braunschweig war. Zum ersten Rektor der Volksschule wurde
Heinrich Jakob ernannt, Otto Meissner zum Konrektor. Die Aufgabe
des ersten Elternvertreters fiel Herrn Brunkmann und ab 1953
Herrn Rohde zu. Da nur 6 Klassenräume zur Verfügung standen,
wurde der Unterricht in 3 "Schichten" von 700 bis 1700 Uhr
durchgeführt.
Ungewöhnlich - für die damalige wie auch für die heutige
Zeit - war ein "Kompensationsgeschäft" zwischen der Schule
und den Müttern der Schülerinnen und Schüler. Für 0,50 DM
konnten sie auf dem Dachboden der Schule ihre Wäsche zum Trocknen
aufhängen.
Für die Sudmerberger Kinder besaß die Ferienzeit natürlich
die gleiche Bedeutung wie heute. Achim und Jürgen und die
anderen Balgen "vom Berge" freuten sich nicht auf Urlaub auf
den Balearen, sondern riesig darauf, daß sie - in Sichtweite
zum elterlichen Haus - zu Dr. Lampe in die "Kartoffelferien"
auf Gut Ohlhof durften.
Am 10.05.1951 wurde in der Siedlung eine neue Pfarrstelle
eingerichtet. Es begannen regelmäßige Gottesdienste und Kindergottesdienste
in der Schulaula. Am 01.10.1951 wurde Pastor Klaus Jürgens
als Hilfsprediger mit der Verwaltung der Pfarrstelle beauftragt.
Gustav Schröder begleitete den Gemeindegesang auf dem Schulflügel.
Das erste heilige Abendmahl in der Gemeinde wurde am Buß-
und Bettag gefeiert. Dem ersten Kirchenvorstand, der 1951
gewählt wurde, gehörten Wilhelm Heberle, Max Hirsch, Heinrich
Jakob, Christian Müller, Fritz Pliefke, Ernst Rohde, Johanne
Rust und Walter Schlimme an.
Am 22.09.1952 gab die Braunschweigische ev.-luth. Kirche
bekannt, daß in der Sudmerbergsiedlung eine neue Gemeinde
St. Peter entstehen wird. Am 08.11.1952 wurde der Grundstein
für das Pfarr- und Gemeindehaus am Nußanger im Beisein von
Oberlandeskirchenrat Röpke, Probst Rauls von der Probstei
Goslar, Pastor Harborth vom Stadtkirchenverband, Pastor Rüß
von der Kirchengemeinde St. Stephani und Stadtbaurat Voß gelegt.
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Pastor Klaus Jürgens bei der... |
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...Grundsteinlegung 1952 für das... |
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...neue Pfarr- und Gemeindehaus St. Peter. |
Seit dem 19.07.1952 ruft die Brieger Glocke die Gläubigen
zum sonntäglichen Gottesdienst. Im Krieg wurden in Hamburg
Glocken gelagert, die für die Kriegsrüstung eingeschmolzen
werden sollten. Die Ereignisse überstürzten sich und so blieben
viele Glocken erhalten. Glocken aus dem deutschen Osten wurden
in den Zeiten des nunmehr herrschenden "Kalten Krieges" nicht
mehr in die früheren Gemeinden zurückgebracht. So erhielt
Sudmerberg die "Brieger Glocke", die aus dem 14. Jahrhundert
stammende St. Barbara-Glocke der Gemeinde Groß Jenkwitz aus
dem schlesischen Kreis Brieg-Löwen. Dies war ein Verdienst
des Brieger Superintendenten Schmidt von Puskas.
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Zum
Gottesdienst läutet seit... |
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...dem
19. Juli 1952 die... |
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..."Brieger
Glocke." |
Der heutige Buchenanger hieß zu dieser Zeit Buchenweg und
wurde im Volksmund "Pastorenstieg" genannt, weil Pastor Jürgens
noch bei Klages im Birkenweg - heute Eschenweg - wohnte und
dieses für ihn der kürzeste Weg zum Gottesdienst war.
Vor dem Richtfest der Häuser am oberen Ginsterbusch hatte
ein gewaltiger Sturm den Dachstuhl zum Einsturz gebracht.
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Sturmschäden
vor dem Richtfest am Ginsterbusch 1952 |
Die Siedlung wurde 1952 durch den Busverkehr mit der Stadt
verbunden.
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Gäste des Richtfestes der Wohnstätten-Gebäude am Erlenweg |
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Richtfest der Wohnstätten am Erlenweg 1951/52 |
Am 03.10.1953 wurde das Gemeindehaus St. Peter eingeweiht.
1953 erfuhr das Leben im Zentrum der Siedlung durch den neu
geschaffenen Sportplatz eine große Bereicherung. Konrektor
Meissner, selbst Sudmerberger, versammelte die älteren Schüler
und ließ diese in Reihe Schritt für Schritt Steine auflesen,
so daß der Herrichtung des Platzes nichts mehr im Wege stand.
Hausmeister Plümer brauchte sich nun nicht mehr so häufig
über verdreckte Flure und Klassenzimmer ärgern, hatten die
"bösen" Kinder doch bislang dadurch, daß sie immer querfeldein
über unbefestigtes Gelände zur Schule gegangen waren, schnell
überall ihre Spuren hinterlassen.
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1953 entstand der Sportplatz hinter der Sudmerbergschule |
Die besondere Verbundenheit der Sudmerberger mit ihrer Schule
zeigte sich auch in der Gründung des Schulvereins. Die jährlich
veranstalteten Landschulheimaufenthalte in der Heimathütte
Hohegeiß wären ohne ihn nicht zustande gekommen. Während andere
Vereine kamen und auch wieder gingen, wirkt der Schulverein
noch heute.
Am 08.02.1954 gründete sich die Ev. Frauenhilfe unter Vorsitz
von Else Hühne in der Sudmerbergsiedlung. Bis zu diesem Zeitpunkt
gingen die Frauen, wenn der schon erwähnte geflickte Schuh
drückte, zur Frauenhilfsstunde in die Stephani - Gemeinde.
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Sudmerbergschule |
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Sudmerbergschule |
Der Ausbau der Sudmerbergschule machte Fortschritte. Mit
Beendigung des 2. Bauabschnittes entlang der Sudmerbergstraße
am 05.08.1954 standen nun 12 Klassenräume zur Verfügung, so
daß die Sudmerbergschule die erste Schule in der Stadt Goslar
war, die einen normalen Vormittagsunterricht montags bis sonnabends
von 700 bis 1310 Uhr durchführen konnte.
Nachdem sich bereits im November 1953 die Züchter Paul Mann,
Alfred Schlüter und Paul Schülke im Lebensmittelladen Mann
am Kiefernbrink zur Gründung eines eigenen Sudmerberger Kaninchenzuchtvereins
getroffen hatten, wurde am 08.08.1954 im Beisein des Kreisverbandsvorsitzenden
Wilhelm Bothe und der Züchter Paul Mann, Alfred Schlüter,
Paul Schülke, Paul Schulz, Paul Krüger, Alfred Heine, Heinz
Heine, Gerhard Löbig, Wilhelm Behrens, Erich Ziegler und Horst
Preis der Kaninchenzuchtverein Goslar - Sudmerberg F 255 gegründet.
Die erste Zuchtausstellung fand im Vereinslokal "Sudburg"
bereits im Spätherbst des Jahres 1955 statt.
Auch in der Sudmerbergsiedlung sorgten staatliche Ordnungshüter
für Ruhe und Ordnung. Zunächst waren in der Polizeistation
am Erlenweg 3 Polizisten mit einer Hundestaffel stationiert.
Später - zum Zeitpunkt des Baus der Sudmerbergschule - wurde
die Polizeistation in das kleine "Hexenhäuschen" in der Sudmerbergstraße
am Marktplatz vor dem ehemaligen Konsum verlegt.
Hausherr der kleinen Polizeistation war von 1955 an bis weit
in die 60iger Jahre Polizeiwachtmeister Herder, ein strenger
Hüter der Ordnung in Sudmerberg. Wenn vor einem Grundstück
nicht gefegt, gestreut oder gar der Schnee nicht geräumt war,
klingelte er an der Tür des Betreffenden und drohte mit Strafe.
Besonders die Jugendlichen hatten Respekt vor ihm, war er
ihnen doch überall auf den Fersen.
Es war eiskaltes Winterwetter, es lag jedoch kein Schnee.
Mehrere Jugendliche radelten immer frei weg um den Marktplatz
( damals ließ der kaum vorhandene Verkehr das noch zu ). Dies
entsprach nicht den Vorschriften! Unser Ordnungshüter nahm
Anlauf auf die Gruppe, da passierte es: Eine überfrorene Pfütze
vor seiner Wachstube wurde ihm zum Verhängnis. Er legte sich
lang hin, war dem Spott und dem Gelächter der Jungen ausgeliefert
und zog sich brummend in sein Quartier zurück.
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Das ehemalige Revier von Polizeiwachtmeister Herder
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Weihnachtsfeiern im Ort wurden zunehmend von den Schülerinnen
und Schülern der Sudmerbergschule gestaltet.
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Weihnachtsaufführung der jüngsten Sudmerberger 1952 |
In den 50iger Jahren übernahm - als Vorläufer der heutigen
Kreisvolkshochschule des Landkreises Goslar - der "Arbeitskreis
Sudmerberg" der VHS Goslar e.V. die kulturelle Betreuung.
Alle interessierten Mitglieder hatten einen Beitrag -"mindestens
25 Pfennig im Monat" zu leisten. Dafür erhielten sie bei allen
Veranstaltungen der VHS beachtliche Eintrittspreisermäßigungen.
Die ev. - luth. Kirchengemeinde erhielt 1957 den Namen St.
Peter nach einem Kloster, das früher vor den Toren Goslars
lag.
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"Panoramablick" auf die Siedlung in ihren Anfängen
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1957 Mehrfamilienhäuser an der Sudmerbergstraße beziehbar
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Die Goslarer Wohnstättengesellschaft errichtete am Ende der
Sudmerbergstraße die Mehrfamilienhäuser. Gleichzeitig wurde
mit dem Verkauf der von der Gesellschaft errichteten Ein-
und Zweifamilienhäuser begonnen. In den nächsten Jahren werden
248 Häuser an ehemalige Mieter veräußert. Der Kaufpreis lag
in vielen Fällen unter 20.000,-- DM.
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Polizeistation auf dem fast freien Marktgelände |
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Zweigstelle der Stadtsparkasse Goslar im Winter 1996 |
In einer Feierstunde am 27.07.1957 wurde die 2. Zweigstelle
der Stadtsparkasse - nach der Zweigstelle in Jürgenohl - eingeweiht.
Oberstadtdirektor Schneider konnte zur Einweihungsfeier der
vom Architekten Karl Hamann im Auftrag der Goslarer Wohnstättengesellschaft
modernsten Richtlinien entsprechend gebauten Zweigstelle Vertreter
der Industrie, der Handwerker und der freundschaftlich verbundenen
übrigen Goslarer Geldinstitute begrüßen.
Mußten die Siedler bisher zur Hauptkasse am Jakobikirchhof
zum Geldholen gehen, so brachte die Sudmerberger Zweigstelle
jetzt auch für die Hauptstelle Entlastung. Sparkassendirektor
Wahsner erhoffte sich mit der Kapitaleinlage von 600.000 DM
der rd. 750 Sudmerberger Sparkassenkunden für die Folgezeit
einen Aufwärtstrend.
Geschäftsführer Schmidt von der Wohnstättengesellschaft überreichte
bei dieser Feierstunde nicht nur den Handwerkern, sondern
auch denjenigen, die hinter ihren Schreibtischen den Bau gefördert
hatten, Schweißtücher vom Richtbaum, wie es alter Brauch ist.
Der Spielmannszug der Schützengesellschaft wurde 1957 aus
der Taufe gehoben. Der Schützenverein nahm die Planungen für
eine eigene Schießbaracke auf.
Der Erweiterungsbau des Pfarr- und Gemeindehauses St. Peter
wurde in die Nutzung einbezogen, ein Jugendraum und eine Schwesternwohnung
kamen hinzu. Probst Rauls führte am 12.10.1958 Pastor Hanspeter
Meyer als neuen Gemeindepfarrer ein.
Da dem Schützenverein noch immer ein eigenes Schützenheim
fehlte, kaufte der Vorstand in Salzgitter - Lebenstedt eine
ehemalige Reichsarbeitsdienstbaracke und baute sie an dem
jetzigen Standort auf. Im November 1958 fand die Einweihung
des Schützenhauses statt.
Schwester Hildegard Jackstedt übernahm 1959 das Amt der Gemeindeschwester.
Die Sechziger Jahre
Mit dem 3. Bauabschnitt rundete die Stadt Goslar am 08.09.1960
das Schulareal der Sudmerbergschule ab. Der Sportplatz erlangte
dabei besondere Bedeutung als Austragungsort der Deutschen
Meisterschaft der Hockeyfreunde zwischen Goslar 08 und den
Brandenburgern. Mit der neuen Turnhalle war von diesem Zeitpunkt
an neben dem Sommersportbetrieb auch ein geregelter Wintersportbetrieb
möglich.
Die ersten Straßen wurden kanalisiert und es erfolgte der
Anschluß der ersten Häuser an die Kanalisation, obwohl die
neue Kläranlage im Steinfeld (Kläranlage Goslar Ost) noch
nicht fertiggestellt war.
Am 16. Juni 1961 erinnerten sich die Siedler mit vielen Ehrengästen
bei einer Feierstunde der Siedlergemeinschaft der Entstehung
ihrer Siedlung vor 25 Jahren. Zum Jubiläum übergab die Stadt
Goslar den Sudmerbergern quasi als Jubiläumsgeschenk die ersten
modernen Straßenlampen auf dem Birkenweg. Die Siedlergemeinschaft
erhielt von der Geschäftsführerin der Landesgruppe des Deutschen
Siedlerbundes Frau König eine kunstvolle Tischglocke, die
dem Vorstand in den nächsten 25 Jahren "mehr Gehör" verschaffen
sollte.
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25 jähriges Jubiläum der Siedlergemeinschaft |
1961 begann die Betreuung der katholischen Einwohner der
Sudmerbergsiedlung von der Kirchengemeinde St. Jakobus aus.
Zur heiligen Messe versammelten sich die Gläubigen in der
Aula der Sudmerbergschule.
Die Bautätigkeit um den Markt fand ihre Abrundung; es entstanden
das Konsum, die neue Post und die Gaststätte "Glück Auf".
Zu dieser Zeit führte der Stadtteil auch seinen eigenen Poststempel
"Goslar-Sudmerberg", heute ein Liebhaberexemplar für Freunde
der Philatelie.
Noch heute erzählen sich die Sudmerberger eine einmalige
aber wahre Geschichte: Eine Sudmerbergerin - nennen wir sie
Burgunde - wickelte in der Post ein in Zeitungspapier eingeschlagenes
Brikett aus und ließ es auf der Postwaage wiegen. Auf die
exakte Gewichtsangabe des Posthalters folgte der erzürnte
Aufschrei: "Dann hat der Kohlenhändler mich doch besch....".
Weitere 32 kleine Reihenhäuser am Ginsterbusch sollten an
die bisherigen Mieter verkauft werden. Die Interessenten hatten
sich bis zum 15.10.1961 zu entscheiden, ob sie die Häuser
für 19.100,-- DM für ein Mittelhaus und 19.500,-- DM für ein
Eckhaus erwerben wollten.
Der Schützenverein nahm 1962 auch Damen als Mitglieder auf.
Sie durften "bis auf weiteres" an den wöchentlichen Schießabenden
teilnehmen. Die Damen setzten sich durch und gründeten eine
der ersten Damenabteilungen im Kreisschützenverband Goslar.
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Die Schützendamen des Vereins |
Das Stadtgartenamt Goslar kündigte an, auf dem Nußanger "den
Urwald an den Spielplätzen und an den Übergängen zu frisieren"
- so die "Sudmerberger Warte" im Oktober 1962.
1963 baute Sudmerberg an. Sudmerberg Nord 2 - so die amtliche
Bezeichnung des Bebauungsplanes - wurde erschlossen und mit
50 Häusern bebaut. Die Einwohnerzahl vergrößerte sich auf
3.500!
Der Schützenverein hob 1965 den Jugend-, Hörner- und Fanfarenzug
aus der Taufe. Vier Jahre später trennen sich Stammspielmannszug
und der Hörner- und Fanfarenzug, der künftig allein den Verein
repräsentiert.
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Junge Musikanten des Hörner- und Fanfarenzuges Sudmerberg |
St. Peter erhielt 1966 einen neuen Gemeindepfarrer. Pastor
Dr. von Kloeden wurde am 07.08.1966 von Probst von Schwarz
in sein Amt eingeführt.
In den letzten Jahren hatten die Siedler mit steigendem Wohlstand
auch ihre Häuser verändert. Der ehemalige Stall und der Heuboden
waren zu Wohnraum umgebaut worden, inzwischen schmückten größere
Fenster und phantasievollere Türen die Häuser in der Siedlung.
Das besondere Augenmerk der Siedler galt ihren Vorgärten.
Lediglich an den Häusern der Bundesvermögensverwaltung am
Dornbusch und am Ulmenstieg hatten Hochkonjunktur und Wirtschaftswunder
noch keine Spuren hinterlassen. "Sie sehen noch so aus, wie
sie 1939 für das Kasernenpersonal des Fliegerhorstes erstellt
worden waren" bemerkte die GZ.
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Mietshäuser am Dornbusch nach der Renovierung |
Bemühungen der Siedlergemeinschaft, angeregt von Rektor Meissner,
die Bundesvermögensverwaltung zu einem Verkauf der Häuser
an ihre Bewohner oder andere Interessierte zu bewegen, scheiterten
letztlich, obwohl jahrelang Schriftwechsel geführt worden
war.
Das Richtfest des Kindergartens St. Peter fand am 02.11.1968
statt.
Am 21.05.1968 wurde die Nordtangente dem Verkehr übergeben.
Sie bedeutete nicht nur für die Innenstadt von Goslar, sondern
auch für die den Stadtteil Sudmerberg begrenzenden Straßen
eine Verkehrsentlastung.
Der Kindergarten der ev. Kirchengemeinde St. Peter hatte am
11.10.1969 im Beisein von Kultusminister Langeheine, Landesbischof
Dr. G. Heintze, dem Präsidenten des Niedersächsischen Verwaltungsbezirks
Braunschweig Prof. Dr. Dr. Thiele, Oberbürgermeister Degenhardt
und Oberstadtdirektor Scholz zur Einweihung eingeladen.
Das Junior-Werk und allen voran sein Chef Th.K.P. Schenning
hatten dafür Patenschaft, Planung, Sammelaktionen und Bauleitung
übernommen. "350 Männer krempelten die Ärmel hoch" titelte
eine große deutsche Boulevardzeitung. Möglich wurde der Bau
durch Geld- und Materialspenden von 200.00,-- DM, durch die
"Muskelhypothek" der Mitarbeiter des Junior-Werkes und der
Sudmerberger Siedler, die mehr als 5.000 Stunden Arbeitszeit
investiert hatten, und einem Beitrag von 100.000,-- DM von
der Stadt und vom Kirchlichen Verein.
Die Leitung des Kindergartens, der 50 Kinder betreut, oblag
von Anfang an Inge Baldauf (bis 1999). Zu der langjährigen Stammbesetzung
aus der Anfangszeit gehörten Helga Weihberg (bis 2002) und
Marita Jankowsky (bis 2008).
Die katholischen Gläubigen wurden am 22.06.1969 zur Grundsteinlegung
für die neue St. Barbara Kirche eingeladen. Die Geistlichen
seit dieser Zeit waren Dechant Schnackenburg, Kaplan Fitzner,
Kaplan Hoffmann, Kaplan Schulz, Kaplan Kellermann, Kaplan
Kaiser, Kaplan Franitzka, Pastor Weigel, Pastor Herbst, Pastor
Aßmann, Pastor Korten und Pastor Haase.
Die siebziger Jahre
Die katholische Kirche St. Barbara feierte am 11.09.1970
Richtfest. Die Weihung nahm Bischof Heinrich Maria Jansen
vor. Auch die Katholische Kirche erhielt keine neuen Glocken,
sondern die alten Glocken der katholischen Kirche in Clausthal.
Landesbischof Dr. Heintze weihte die neue Kirche St. Peter
am 29.04.1972.
Hatten bis dahin die Sudmerberger von den Nordharzer Kraftwerken
noch einen Sondertarif für den Bezug des Stromes als einzig
möglicher Energiequelle in der Siedlung eingeräumt bekommen,
so stand jetzt die Ankündigung im Raum, zusätzlich eine Gasversorgung
herzustellen. Einhelliges Votum der Siedler: "Wir sind dagegen!".
Die erste Skepsis gegenüber dieser bisher ungewohnten zusätzlichen
Energiequelle legte sich aber bald.
Der Leichtathletikclub Nordharz - kurz LCN - wurde 1974 gegründet.
Knapp 300 Mitglieder aus Sudmerberg und dem benachbarten Stadtteil
Ohlhof nutzen das Breitensportangebot des Vereins.
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Einmal im Jahr brannte es auf dem Sudmerberg! |
Nachdem bereits im Jahr 1971 mit dem ersten Bauabschnitt
des Anbaus des Schützenhaus begonnen worden war, in dem Gastraum,
Küche und sanitäre Anlagen im Laufe der Zeit entstanden, konnte
endlich am 02.08.1974 die Einweihung der Gaststätte gefeiert
werden.
Probst Kalberlah führte 1975 Pastor Reiner Redetzki als Gemeindepfarrer
von St. Peter in sein Amt ein.
Im Herbst 1976 wurde an der Sudmerbergschule eine Vorklasse
für die 5jährigen eingerichtet. Die erste 5. Klasse wechselte
zur Orientierungsstufe "Bei der Eiche" nach Oker.
Freunde des Citizen-Bandes - oder auch "Jedermannfunk" genannt
- aus Goslar und Umgebung gründeten am 08.08.1976 unter dem
Vorsitz von Hartmut Schulze den CB-Funk-Club.
Anläßlich der Feier zum 40jährigen Bestehen der Siedlergemeinschaft
Sudmerberg faßte der 1. Vorsitzende Fritz Engel die Verbundenheit
der Sudmerberger untereinander und mit ihrem Stadtteil mit
den Worten "Wir sind daheim am Sudmerberg" zusammen.
Im Jahr 1977 mußte sich der Schützenverein erneut mit Baumaßnahmen
am Schützen- und Freizeitheim Sudmerberg befassen, da die
alte Schießbaracke baufällig geworden war. Die Finanzierung
bereitete enorme Schwierigkeiten. Erst 1979 signalisierte
die Bezirksregierung Braunschweig, daß die Baumaßnahme in
die erste Förderpriorität aufgenommen worden sei. Das allein
reichte aber nicht, denn bereits ein Jahr später drohte das
Vorhaben zu scheitern, da das Land keine Fördermittel zur
Verfügung stellen konnte. Die Schützen ließen sich nicht entmutigen
und griffen mit Schützenvogt Helmut Schwickert an der Spitze
zur Selbsthilfe. Seit Mai 1980 wurden regelmäßig Altpapiersammlungen
- heute: Wertstoffsammlungen - durchgeführt. Die Erlöse dienten
der anteiligen Finanzierung des Baus.
Die Achtziger Jahre
Nachdem die letzte 9. Klasse die Hauptschule Sudmerberg verlassen
hatte und durch geburtenschwache Jahrgänge die Schülerzahl
bis auf 112 Schüler gesunken war, wurde die Schule vom 01.08.1980
an nur noch als einzügige Grundschule geführt. Dieses einschneidende
Ereignis fiel mit dem 20jährigen Jubiläum der Schule zusammen.
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Winteridylle am Marktplatz |
Schulleiter war zu dieser Zeit schon Rektor Milde, der den
Rektoren Heinrich Jakob (1950-68) und Wolfgang Preuß (1968-77)
folgte und sein Amt bis 1989 ausübte. Seit 1989 wird die Schule
von der Rektorin Sabine Bekurs geführt. Für Ordnung und Sauberkeit
sorgten die Hausmeister Plümer (1950-68), Stachler (1968-84)
und Voderstemann (seit 1984) sowie kurzzeitig Herr Müller.
Nachdem die letzten Formalitäten erledigt waren, konnte 1981
endlich mit dem Erweiterungsbau des Schützen- und Freizeitheimes
Sudmerberg begonnen werden. Schützenbrüder und Schützenschwestern
sowie die Mitglieder der mitnutzenden Vereine und unter finanzieller
Hilfe von Bund, Land und Stadt hatten in 4071 Arbeitsstunden
der Saal den Schützenhauses fertiggestellt. Bei der Einweihungsfeier
am 20.11.1981 wurde endgültig aus dem Schützenhaus das Schützen-
und Freizeitheim Sudmerberg.
Am 19.07.1982 übernahm Pastor Egbert Raabe die Leitung der
Kirchengemeinde St. Peter.
Aufgrund einer Idee des Sudmerberger Sparkassenchefs Siegfried
Becker veranstaltete eine Gruppe Sudmerberger, angeführt vom
"Ortsbürgermeister" Helmut Schwickert, den Eheleuten Margitta
und Hartmut Schulze, Siegfried Becker und Peter "Pittchen"
Kelling, unterstützt von vielen Sudmerberger Vereinen das
erste Sudmerberger Stadtteilfest. Die Schirmherrschaft hatte
Oberbürgermeisterin Marta Lattemann-Meyer übernommen, die
zwei Jahre später im Rahmen des 2. Stadtteilfestes eine Linde
pflanzte. Helmut Schwickert taufte diese prompt "Marta-Pfahl".
Die Stadtteilfeste wurden unentgeltlich und ehrenamtlich
organisiert und durchgeführt, die Reinerlöse erhielten z.B.
1984 die Lebenshilfe, 1988 der Förderverein Rammelsberger
Bergbaumuseum oder 1992 der Sudmerberger Kindergarten. Das
Biotop an der Grundschule Sudmerberg entstand 1986 und mit
dem Erlös des Stadtteilfestes 1990 folgten die Ruhebänke am
Ginsterbusch und auf dem Sudmerberg.
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"Sitzprobe"
des Stadtteilfestkommites |
Bild : "Sitzprobe" des Stadtteilfestkommites Hartmut Schulze, Margitta Schulze,
Helmut Schwickert und "Pittchen" Kelling
Nachdem zum 25jährigen Jubiläum der Siedlergemeinschaft dem
Siedler Friedrich-Brockhöfer als Ehrengabe ein Spaten versprochen,
dieses Versprechen aber aus nicht mehr feststellbaren Gründen
nicht eingelöst worden war, wurde das Versäumnis zum 50jährigen
Jubiläum ausgeräumt.
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Friedrich Brockhöfer und sein
Jubiläumsgeschenk
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Am 26.06.1985 gründeten 30 Interessierte in der Gaststätte
"Glück Auf" den SV Sudmerberg. Der Kaufmann Heinz Bonsack
wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt. Dem ersten Vorstand
gehörten außerdem Achim Schwickert, Dieter Heyen, Jürgen Kaufmann
und Axel Bonsack an.
Durch die Zuweisung der Schüler aus dem neuen Stadtteil Ohlhof
stieg die Schülerzahl der Grundschule auf 180 Schüler und
Schülerinnen an, so daß Rektor Rudolf Milde ( "nomen est omen"
) die Schule wieder von der 1. bis zur 4. Klasse zweizügig
führen konnte.
Zu den Feiern zum 50jährigen Jubiläum der Siedlergemeinschaft
lockte auf dem Sportplatz eine besondere Attraktion: Eine
Dampfeisenbahn "Marke Eigenbau" zog - besetzt mit jeweils
35 Kindern - fauchend und dampfend ihre Runden.
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Mit Volldampf zur Feier des 50. Jubiläums |
1986 begann für den Kindergarten Sudmerberg eine aufregende
und zunächst ungewisse Zeit. Meldungen über Schwermetallbelastungen
des Kindergartengrundstückes schreckten Eltern, Kinder, Stadt
und Kindergartenleitung auf. Erst 1988 konnte mit einer Abdeckung
und damit einer Versiegelung des bleiverseuchten Hanges ein
befriedigendes Ergebnis erzielt werden. Der Kindergartenbetrieb
konnte "unbelastet" fortgesetzt werden.
So wie der Schützenverein schon seit Jahren mit der Wilhelminen
Schützengilde von 1831 e.V. in Kiel, mit der Schützengilde
Berlin - Rudow und seit der Wende mit dem Schützenverein Hüttenrode
enge freundschaftliche Verbindungen bis zum heutigen Tage
pflegte und pflegt, so nahm auch die Siedlergemeinschaft im
März 1988 Beziehungen zu einer anderen Gemeinschaft, der Siedlergemeinschaft
Wellingholzhausen bei Melle, auf. Bei gegenseitigen Besuchen
eröffnete sich der Blick für die Schönheiten und Besonderheiten
der Partnergemeinden. Die Besuche boten Gelegenheit, Freundschaften
zu schließen.
Nachdem der Schützenverein Goslar-Sudmerberg bislang seine
Schützenfeste auf dem jetzigen Parkplatz des Schützen- und
Freizeitheims Sudmerberg gefeiert hatte, werden seit 1988
die jährlichen Schützenfeste im Zentrum des Stadtteils auf
dem Marktplatz veranstaltet.
Bei der Aufstellung eines Erzbrockens aus dem Rammelsberg
auf dem Marktplatz im Rahmen einer Feierstunde 1988 wies Helmut
Schwickert auf die Verbindungen zwischen dem Bergbau in dem
in diesem Jahr geschlossenen Rammelsberger Bergwerk und der
Sudmerbergsiedlung hin, die ja gerade den Rammelsberger Bergleuten
Wohnraum bot.
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Feierstunde 1988 auf dem Marktplatz
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Im Sommer 1989 informierten erste Reportagen die Öffentlichkeit
über den auf dem Sudmerberg entstehenden 72 m hohen Sendeturm,
der schließlich im Herbst 1991 in Betrieb ging.
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72m hoch ist der Sendeturm Sudmerberg
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Ab 1990 gehörte der gesamte Bereich des Stadtteils Ohlhof
zum Schulbezirk des Sudmerbergschule. Rund 200 Schüler sicherten
jetzt die Zweizügigkeit der Schule.
In der Festzeitschrift zum 25jährigen Jubiläum der Sudmerbergsiedlung
und der Siedlergemeinschaft im Jahre 1961 träumte Fritz Brinkmann
von einer pflegenden Hand für den Marktplatz und von etwas,
das ihn krönt und als Marktplatz ausweist. "Vielleicht der
Ziegenbrunnen, der auf dem Greifplatz den Autos weichen mußte
und seit längerem seine Schönheit irgendwo versteckt."
Im April 1991, also 30 Jahre später, folgte der Kulturausschuß
dem insbesondere nach langem und intensiven Bohren von Siedlerfreund
Ferdinand Schleier wieder aufgenommenen Wunsch des Siedlerbundes
nach einem Marktbrunnen und schrieb einen Wettbewerb zur Gestaltung
eines Brunnens auf dem Marktplatz aus. Es wurden 3 Preise
mit insgesamt 5000,- DM vergeben. Für die Durchführung des
Wettbewerbes einschließlich Kauf und Aufstellung des Objektes
plante die Stadt 60.000,- DM in den Haushalt ein.
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Oberbürgermeisterin Marta Lattemann-Meyer
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Im Rahmen einer Feierstunde erhielt Anna Barth aus St. Andreasberg
aus den Händen von Oberbürgermeisterin Marta Lattemann-Meyer
den ersten Preis im Wettbewerb um die Ausgestaltung des Marktbrunnens
in Sudmerberg. Von nun an brauchten die Sudmerberger nicht
mehr neidisch nach Jürgenohl zu schauen, denn jetzt hatten
sie ihre eigene "Schirmherrin", das Mädchen unter dem Wasserschirm.
Dazu die Künstlerin: "Das Mädchen, Jugend symbolisierend,
ist zugleich Nachkomme der ehemaligen Bergleute, die einst
in Sudmerberg Heimat, Arbeit und Schutz fanden". "Jetzt wird
man möglicherweise in Jürgenohl neidisch auf Sudmerberg schauen"
vermutete GZ-Redakteur Metge ( selbst Sudmerberger ) am 22.02.92
in seinem Zeitungsartikel.
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Mädchen mit
dem Wasserschirm
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Mit der Juryentscheidung wurden im übrigen nicht für alle
Sudmerberger alle Wünsche wahr. Inzwischen haben aber auch
sie mit dem Schirmmädchen Freundschaft geschlossen, zumal
auch die Schutzpatronin der Bergleute, die heilige Barbara
unzweifelhaft weiblich war. Der Ziegenbrunnen übrigens, von
dem Fritze Brinkmann einst sprach, hat sein dunkles Einlagerungsverließ
inzwischen verlassen und ziert wieder den neu gestalteten
Greifplatz.
Die Stimmung war heiter und ausgelassen am 10.07.1994 im
Garten des Mönchehausmuseums. Eltern und Kinder waren den
Klängen des Spielmannzuges Sudmerberg gefolgt zur Eröffnung
der Ausstellung "Künstler gestalten Pferde für Kinder in Bosnien".
Kinder des Kindergartens Sudmerberg hatten mit ihrer Leiterin
Inge Baldauf Schaukelpferde der ehemaligen Galeristin und
Initiatorin der Organisation "children in crisis" Karin DiGia
mit ihren farbigen Handabdrücken gestaltet. K. DiGia war eigens
aus New York angereist.
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"Pferd für Kinder in Bosnien"
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Der SV Sudmerberg gründete seine Damenfußballabteilung, die
durch ihr Spiel im Rahmen des 6. Sudmerberger Stadtteilfestes
die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. Zu den Spielen
der Mannschaft kommen inzwischen so viele Zuschauer, wie sonst
nur zu den Spielen der ersten Herrenmannschaft in der Bezirksklasse.
Das 6. Sudmerberger Stadtteilfest war verbunden mit den Feiern
zum 25jährigen Bestehen des Kindergartens St. Peter. Unter
dem Motto "Mit der Jugend / für die Jugend" erhielten den
Erlös 9 Jugendabteilungen der Sudmerberger Vereine und Einrichtungen.
Zu Beginn des Jahres 1995 überraschte Helmut Schwickert in
seiner Funktion als 1. Vorsitzender des Schützenvereins die
nicht eingeweihten Sudmerberger Bürger, er kandidierte nicht
mehr für die Vereinsspitze und gab das Amt nach über 32 Jahren
an seinen Stellvertreter Günter Warnke weiter. Er bleibt dem
Verein als Ehrenvorsitzender und untrennbarer Bestandteil
des Schützen- und Freizeitheimes Sudmerberg treu.
Am 20.08.1995 hatte beim Schützenfrühstück der neue Schützenvogt
Günter Warnke mit einer humorvollen Rede seine Feuertaufe
bestanden. Anläßlich des Schützenfestes zogen auch viele Kapellen
im Rahmen des 18. Bezirksmusikertreffens durch Sudmerberg.
Die Öffnungszeiten der kleinsten Goslarschen Poststelle, der
gelben Post von Sudmerberg, wurden weiter reduziert. Die Sudmerberger
werden etwaigen Bestrebungen, dass die Tage der Filiale am
Nußanger gezählt sein sollen, auch weiterhin massiv entgegentreten.
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Poststelle am Nußanger
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Die Stadt gab dem Drängen aus Sudmerberg nach und änderte
im Wege der Fortschreibung eine Reihe von Bebauungsplänen
für das Stadtgebiet von Sudmerberg. Dadurch können am Tannenstieg
drei und am unteren Eschenweg zwei neue Häuser gebaut werden.
In den übrigen überplanten Bereichen ist nun eine hintere
Bebauung erleichtert, die die Errichtung von Garagen und Wohnungserweiterungen
durch Anbau ermöglicht.
Nachdem die bisherigen Stadtteilfeste in Sudmerberg immer
wieder von den gleichen (wenigen) Sudmerbergern geplant und
durchgeführt worden waren, die auch das volle finanzielle
Risiko getragen hatten, wurde im Spätsommer 1995 von 14 Mitgliedern
die "Interessengemeinschaft Stadtteilfest Sudmerberg" gegründet.
Hartmut Schulze, der bislang jedes Stadtteilfest mit organisiert
hatte, übernahm das Amt des ersten Vorsitzenden, der Vorstand
wurde abgerundet durch Helmut Schwickert, Hans-Peter Wasserscheidt,
Peter Pfannekuchen und Marlene Schönberg.
1996 ist wieder ein Jubiläumsjahr. 60 Jahre Siedlung, nein
Stadtteil Sudmerberg - oder soll man nicht, nachdem die gesetzlich
bedingten negativen Begleiterscheinungen, wie Baubeschränkungen
und Nutzungvorschriften entfallen sind, zum alten Begriff
"Siedlung" zurückkehren, damit die 4. oder 5. Siedlergeneration
an die Wurzeln dieser Gemeinschaft erinnert wird. 60 Jahre
Sudmerberg bedeuten gleichzeitig 60 Jahre Siedlergemeinschaft
Sudmerberg - nach wie vor Selbsthilfe und Selbstorganisation
von Sudmerbergern für Sudmerberger. |